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Distanzreiten

Eine Frage die sich Menschen stellen, welche zum erstenmal von dieser Reitsportdiziplin hören.

Distanzreiten / fahren, ist Marathon zu Pferde.



Das heißt, eine bestimmte Strecke, von 25 km bis zu 160 km am Tag, in einer vorgegebenen Zeit zurück zu legen.


Distanzreiten / fahren ist, sich im Einklang mit der Natur befinden.

Bei unterschiedlichem Wetter, in verschiedenen Landschaften, durch Wasserdurchquerungen, auf Feld-, Wald- und Wiesenwegen, im flachen Land und auch über Berge reiten oder fahren, Straßen und andere Geländeschwierigkeiten sind mit dem Sportpartner Pferd zu überwinden.

Distanzreiten ist eine Erlebniswelt jenseits moderner Errungenschaften.
Es ist aber keine Verweigerung der heutigen Errungenschaften, diese
werden einfach intgriert. Siehe GPS, Pulsmessuhren oder auch Mobiltelefone.
Distanzreiten / fahren ist Pferde- und Gesundheitsbewußtsein.

Für das Bestehen eines Wettkampfes ist die Gesundheit des Partners Pferd entscheidend und darüber wachen erfahrene Tierärzte. Sie sind auch gleichzeitig Richter. In keiner Pferdesportart wird ein Pferd so oft während eines Wettkampfes untersucht, wie im Distanzreitsport. Diese Untersuchungen begleiten die Pferde vom Start, in die Pause und bis zur Nachuntersuchung, je nach Streckenlänge auch noch öfter. Sollte mal ein Pferde aus der Veranstaltung genommen werden, so dient das ausschließlich, dem Wohl des Sportpartners Pferd.

Nur wer sein Pferd optimal vorbereitet, es sorgfältig füttert und pflegt, es sinnvoll ausbildet und auch trainiert, und es Artgerecht hält, kann langfristig mit Erfolgen rechnen. Dem Laufbedürfnis des Pferdes kommt das Distanzreiten sehr entgegen.

Distanzreiten / fahren ist auch Teamsport.

Pferd, Reiter und auch die Trosser gehen eine Partnerschaft ein, jeder lernt dem anderen zu vertrauen.

Distanzreiter lernen ihre Pferde sehr genau kennen. Vor allem lernen sie, die Leistungsfähigkeit ihres Sportpartners genau einzuschätzen. Nur ein Pferd, das niemals überfordert wurde, läuft noch gern bis ins hohe Alter. Auch die Betreuercrew (Trosser) ist ein Teil des Teams und hat einen nicht zu unterschätzenden Anteil am Erfolg.

Distanzreiten / fahren macht Spaß, ist Kameradschaft und Geselligkeit.

Mit anderen Distanzreitern / Fahrern der verschiedensten Ansichten und Reit / fahrweisen fachsimpeln, Hilfe geben und auch Hilfe empfangen, gemeinsam die Strecke im Wettkampf zu erleben. Bei jedem Pferd, das die Nachuntersuchung besteht, zu applaudieren. Abends gemeinsam am Grill sitzen und stundenlang zu klönen, Freundschaften entstehen zu lassen und zu pflegen. Gemeinsam die nächsten Distanzritte und Distanzfahrten zu planen. Auch das ist Distanzreiten / fahren.

Distanzreiten / fahren ist fair.

Es gibt keine subjektiv zu bewertende Leistung, keine Wertnoten, keine Parcoursfehler, nur die reine Leistung von Pferd und Reiter (Tross) zählt. Das Überwinden einer bestimmten Strecke mit einem gesunden und ausgeglichenen Pferd ist schon der Erfolg. Es zählt nicht die Rasse, nicht der Reitstil auch ist es egal welche Ausbildung ( Dressur, Springen, Vielseitigkeit) Pferd und Reiter haben. Es ist egal welches Reiter / Pferde -Team als letztes ins Ziel kommt oder wer erster ist, jeder bekommt die gleiche Anerkennung.

Gewinner sind sie alle – sie sind nur nacheinander ins Ziel gekommen.

Denn:

Ankommen ist gewonnen!

Distanzreiten / fahren ist ein Sport für alle Reiter / Fahrer und für alle Pferde, für jedes Leistungsnivau und jedem Anspruch.

Ein bißchen Geschichte:

Und Allah nahm eine Hand voll Südwind, hauchte ihm seinen Atem ein und erschuf so das Pferd.

Eine Beduinen Legende

Das so ein großes, starkes, stolzes Wesen sich dem Menschen so vollkommen unterwirft, all seine Kräfte, manchmal bis zur Selbstaufgabe, in dessen Dienst stellt, verdient unseren Respekt.

Immer wieder ist etwas von dem Urwesen des Pferdes zu spüren, das auch unter dem Sattel des Reiters erkennbar bleibt. Der Freiheitsdrang des einstmaligen um her schweifenden Steppentieres, das in der Bewegung und in der Schnelligkeit des Laufens seine Bestätigung findet.

Neben der Verwendung für schwere Arbeiten, galt das Pferd jahrhundert lang als wichtigstes Transportmittel für Menschen und Lasten. Auf seinem Rücken eroberten Heere neue Gebiete, wurden ganze Weltreiche geschaffen. Die Ausbildung von Armeepferden beschränkte sich nicht nur auf die Dressur (zur Verbesserung der Rittigkeit) und das Springen, sondern verlangte auch das schnelle Überwinden von Entfernungen. Aus der vielseitigen Überprüfung im militärischen Wettkampf, hat sich die Vielseitigkeit entwickelt. Als Wettkampf zwischen dem deutschen und österreichischem Herr fand 1892 der Distanzritt zwischen Berlin und Wien statt. Der Sieger brauchte für die ca. 570 km lange Strecke 71 Std. und 21 Min.

1969 veranstalte der Gründer der Epuitana, Wolf Kröber, den ersten Distanzritt nach dem Krieg in Deutschland. Dieser fand in einer Länge von 50 km in Ankum statt.

1973 wurden erstmals 100 km, 1974 dann 160 km (100-Meiler oder Königsdisziplin) in Deutschland geritten. 1976 wurde der VDD (Verein Deutscher Distanzreiter und Fahrer e.V.) gegründet. Seit Jahren ist das Distanzreiten / fahren, international besser bekannt als Endurance (Ausdauer), offiziell beim Weltverband der Reiterei (FEI) anerkannte Disziplin.

In Deutschland fiinden ab März, fast an jedem Wochenende Distanzritte / fahrten statt. Angeboten werden Einführungsritte (bis 39 km), kurze Distanzen (40 – 59 km), mittlere (60 – 79 km), bis hin zu langen Distanzen (80 – 160 km).

Quelle: www.distanzler.de

Mehr zum Thema Distanzreiten und Fahren auf www.distanzler.de (der Seite für Distanzreiter und Fahrer aus in und aus OWL) und auf www.vdd-aktuell.de der Seite vom Verein Deutscher Distanzreiter und Fahrer e.V.

Distanzen:

Einführungsritt: bis 39 km
kurze Distanzritte: 40 - 59 km
mittlere Distanzritte: 60 - 79 km
lange Distanzritte: 80 - 160 km
Mehrtagesritte: 60 - 100 km